Am 12.03.2010 hatte ich mit meiner Mutter und meinem Bruder auf dem Weg zu meinen Großeltern einen tragischen Unfall. Meine Mama kam durch Glatteis ins Schleudern und unser Auto prallte gegen einen Baum. Mein Bruder und ich saßen auf der Rücksitzbank in einem Kindersitz. Laurin überstand den Aufprall mit einer Schlüsselbeinfraktur relativ unbeschadet. Bei mir war leider der Kopf noch zu schwer für meine Halsmuskulatur - der Aufprall brach mir das Genick. Mein Leben habe ich erstens meiner Mama zu verdanken, die trotz gebrochener Beine es sofort schaffte, Hilfe zu holen. Ich hätte das alles nicht ohne meine Ersthelfer überlebt, die sich in vorbildlicher Weise sofort um mich gekümmert und mich innerhalb weniger Minuten reanimiert haben. Von da an war alles anders. Die nächsten acht Monate verbrachte ich in verschiedenen Kliniken. Es war lange nicht klar ob und wie ich den Unfall überleben würde. Seit dieser Zeit beschränken sich alle meine Fähigkeiten auf meinen Kopf. Ich bin vom Hals abwärts vollständig gelähmt und muss beatmet werden. Essen, Trinken und Sprechen musste ich erst wieder lernen. Während der ganzen Klinikzeit wechselten sich meine Mama und mein Papa wöchentlich ab, um bei mir zu sein. Dieses Auseinandergerissensein der Familie belastete uns alle sehr! Umso mehr freuten wir uns alle als ich Anfang November 2010 endlich wieder nach Hause kam! Was ist passiert?